Bei uns sind Sie in guten Händen!

Das Wichtigste!!!

Zunächst ist sofort die örtlich zuständige Waffenbehörde zu benachrichtigen, dass sich in der Erbmasse (erlaubnispflichtige) Waffen befinden. Diese Anzeige ist unverzüglich („ohne schuldhaftes Zögern“) nach Kenntnis über das Vorhandensein von Waffen vorzunehmen.

Nicht anfassen!

Bitte belassen Sie die Waffe unbedingt vor Ort! Als Unkundiger können Sie den Zustand ( ob sie geladen, entsichert also schussbereit ist ) der Waffen nicht beurteilen und sich somit selbst gefährden! Schon durch den nicht ordnungsgemäßen Transport ( zur Behörde ) würden Sie gegen das Gesetz verstoßen!

Wer ist Erbe?

Eine Person ist Erbe wenn sie durch ein Testament oder das Gesetz als Erbe bestimmt wird. Erben mehrere Personen, bilden diese eine Erbengemeinschaft. Die Erbwaffe kann durch verzicht der anderen Erben auf einen Erben übergehen ( siehe Formular ). Auch für eine Erbengemeinschaft kann eine Waffenbesitzkarte ausgestellt werden.

Behalten, Verkaufen oder Deaktivieren?

Wenn Sie erlaubnispflichtige Waffen der Behörde angezeigt haben, haben Sie als Erbe eine Frist von einem Monat, um zu entscheiden ob Sie die Waffen behalten, abgeben oder deaktivieren lassen möchten.

Die Deaktivierung ist mit Inkrafttreten der Deaktivierungsdurchführungsverordnung vom 08.04.2016 sehr kostenintensiv und aufwendig geworden.

Info des Beschußamtes Ulm


Möchten Sie die Waffen behalten, kommt es darauf an, ob Sie über eine bereits waffenrechtliche Erlaubnis, (Waffenbesitzkarte) verfügen oder nicht!

 

Munition

Der Erbe hat der zuständigen Behörde anzuzeigen, wenn er Munition aus dem Nachlass geerbt hat. Die Behörde kann die Munition entweder sicherstellen oder anordnen, dass diese unbrauchbar gemacht wird.
§ 37 Abs. 1 WaffG
Der Besitz von Munition ohne spezielle Erlaubnis ist Erben nicht gestattet.
Das bedeutet, dass die im Nachlass gefundene Munition unverzüglich an einen Berechtigten (z. B. ein Waffenhändler) überlassen werden muss.
Der unerlaubte Besitz von Munition ist strafbar.

WBK oder Jagdschein.....?

Wenn Sie über eine Waffenbesitzkarte verfügen, werden die Erbwaffen einfach in eine bestehende oder neu ausgestellte Waffenbesitzkarte eingetragen. Ein nachzuweisendes Bedürfnis ist hierzu nicht gefordert, so dass auch ein Jäger reine Sportwaffen oder zusätzliche Kurzwaffen und ein Sportschütze reine Jagdwaffen als Erbe erwerben und besitzen ( im Sinne des Gesetzes ) kann. Diese müssen durch Erben, die bereits Inhaber einer Waffenbesitzkarte sind, nicht blockiert werden.

.... oder keine WBK?

Verfügt der Erbe noch über keine waffenrechtliche Erlaubnis, wird ihm eine Waffenbesitzkarte zum weiteren rechtmäßigen Besitz der ererbten Waffen ausgestellt, solange er zuverlässig („keine Vorstrafen“) und geeignet („geistig gesund“) im Sinne des Waffengesetzes ist.

 

Eine Verpflichtung zur Sicherung der Waffe durch ein zertifiziertes Blockiersystem (siehe Liste ) obliegt allen Besitzern von Erbwaffen, auch denjenigen, die vor dem 1. April 2008 Waffen geerbt haben.

 

Das bedeutet für einen Erben, dass er die Erbwaffe, die er behalten möchte, mit einem zertifizierten Blockiersystem sichern lassen muss, wenn er kein eigenes Bedürfnis ( Sportschütze oder Jäger ) für die Waffen nachweisen kann.

Es sind verschiedenste Blockiersysteme auf dem deutschen Markt erhältlich, die durch den Gesetzgeber zugelassen sind. Ein solches System kostet  ca. 100,- bis 300,- Euro pro Waffe zuzüglich des jeweiligen Einbaus.

Der Einbau und gegebenenfalls die Entsperrung darf nur durch zertifizierte Waffenfachhändler und Büchsenmacher erfolgen und muss schriftlich festgehalten werden.

Aufbewahrungspflicht

Auch so blockierte Waffen müssen in den zugelassenen Waffenschränken ( Tresoren ) der behördlichen Richtlinien aufbewahrt werden. Diese müssen den Vorschriften entsprechen und schlagen leicht mit bis zu 2000€ zu Buche!

Deaktivieren

Dies ist seit Einführung der EU Richtlinie sehr aufwendig und kostenintensiv geworden!

www.bva.bund.de